Diagnosefortschritt mit neuer Ultraschalltechnik


Um Fehlentwicklungen im arteriellen System noch besser erkennen und schwerwiegenden Krankheiten zuvorkommen zu können, testete die Abteilung für Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) im Bayerischen Forschungsprogramm „Medizintechnik“ erweiterte Ultraschallsysteme zur verbesserten Darstellung von Arterienerkrankungen. „Herzinfarkte und Schlaganfälle gehören in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Dabei kommt den Arterien eine entscheidende Rolle zu, welche Erkrankungen entstehen können und wie die Überlebenschancen sind“, so Professor Dr. Piotr Kasprzak, Leiter der Abteilung für Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Regensburg (UKR).

PD Dr. Karin Pfister, Leitende Oberärztin der Abteilung für Gefäßchirurgie des UKR und Projektleiterin in Regensburg erläutert: „Unser Ziel war es, ein neuartiges Ultraschallsystem zu entwickeln, um Gefäße dreidimensional darstellen und die Durchblutung mittels Dopplersignal messen zu können.“ Hierzu wurden unterschiedliche Ultraschallgeräte in Bezug auf ihre Eignung zur Integration in das neue System erprobt und am Patienten angewendet.

Inzwischen werden ultraschallgestützte Roboteranwendungen an der Technischen Universität München an freiwilligen Probanden in Zusammenarbeit mit dem UKR geprüft. Um die Funktion der Gefäße hinsichtlich ihrer Elastizität weiter untersuchen zu können, wurden neue Methoden, die wie eine Blutdruckmessung funktionieren, in die Patientenversorgung eingeführt. Neben Erwachsenen wurden auch junge Patienten der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKR einbezogen, um eine möglichst große Bandbreite an Gefäßen mit den neuen Systemen untersuchen und vergleichen zu können.

 

Verschlüsse an den Beingefäßen besser erkennen
In der Abteilung für Gefäßchirurgie des UKR wurde mit dem Forschungsprojekt die Expertise im Bereich der Sonographie und der Kontrastmittelsonographie zur Beurteilung der Gefäße nachhaltig ausgebaut, was den Patienten unmittelbar zugutekommt. „Im klinischen Alltag setzen wir die neuen Systeme und Methoden bereits erfolgreich um. Patienten mit einem Aortenaneurysma, einer Aussackung der Hauptschlagader, und Verschlüssen an den Beingefäßen wie bei der „Schaufensterkrankheit“ oder „offenen Beinen“ können dadurch noch besser diagnostiziert und in der Folge zielgenauer behandelt werden. Nun sind wir bestrebt, Panoramadarstellung für Gefäße, vergleichbar der Kernspintomographie, zu entwickeln“, blickt Professor Kasprzak in die Zukunft.

© UKR/Gefäßchirurgie

 

 

Das will ich teilen mit: