Ein Gichtknoten ist nach außen hin aufgebrochen. Kann das sein?

Frage von Anne W., Hamburg: Ein Kunde hat mir erzählt, dass sein Gichtknoten nach außen hin aufgebrochen sei. Kann das sein? Ich dachte, diese Knoten befänden sich in den Gelenken.

Antwort von Elvi Foss: Das kann sein. Hierzu ein paar Erklärungen zur Gicht: Das Krankheitsbild gehört zu den ernährungs- oder anlagebedingten Stoffwechselstörungen. Bei der Hyperurikämie ist der Harnsäurespiegel im Blut zu hoch. Dessen Grenzwert liegt bei 6,5 mg/dl Blut. Steigt der Spiegel an und können die Nieren nicht genügend Harnsäure ausscheiden, kann es zu deren Ausfällung kommen; mit der Folge, dass sich diese Natriumurat-Kristalle nicht nur in den Gelenken und Schleimbeuteln ablagern, sondern auch in der Haut, im Bindegewebe sowie in inneren Organen. Am häufigsten sind allerdings die Zehengelenke betroffen. Ein solcher Gichtanfall, bei dem sich so genannte Gichtknoten oder Tophi zeigen, sind äußert schmerzhaft. Bricht ein Gichtknoten auf, so spricht man von einem Gichtgeschwür. Für den Betroffenen ist diese Entleerung zunächst mit einer Linderung des Schmerzes verbunden. Es muss hier jedoch darauf geachtet werden, dass dieses Geschwür ohne Komplikationen abheilt.


 

Elvi FossDie Frage beantwortete Elvi Foss, Podologin, examinierte Krankenschwester und Wundtherapeutin mit eigener podologischer Praxis in Wadern. Zusätzlich ist sie als Fachreferentin in der Fort- und Weiterbildung sowie als Autorin tätig.

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