Krebsrisiko Alkohol – die unterschätzte Gefahr

Jeder Tropfen Alkohol, der getrunken wird, schädigt als Zellgift den Körper. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) warnt: Selbst geringe Mengen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Krebserkrankungen.

Wird Alkohol regelmäßig in größeren Mengen konsumiert, schädigt er Organe, Nervenzellen und das Immunsystem dauerhaft. Alkohol kann über 200 Krankheiten verursachen, darunter zahlreiche Krebsarten. Der BZgA-Newsletter ALKOHOLSPIEGEL erklärt in seiner  Ausgabe vom Juni 2016 (alle Ausgaben zum Download finden Sie hier (http://www.bzga.de/infomaterialien/alkoholpraevention/alkoholspiegel/), wie Alkoholkonsum die Entstehung von Krebs im Körper befördert und informiert über die dabei unterschiedlichen Risiken bei Frauen und Männern. Darüber hinaus werden Möglichkeiten aufgezeigt, das eigene Krebsrisiko gering zu halten.

Auch der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums warnt, dass viele Untersuchungen zeigen, wie stark Alkoholkonsum das Risiko für einige Krebsarten steigert. Zitat: „Wissenschaftliche Arbeiten haben für einige Krebsarten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Krebsrisiko gezeigt. Der Fachreport „Food, Nutrition, Physical Activity and the Prevention of Cancer“ nennt Tumoren in Mundraum, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre und der weiblichen Brust (vor und nach den Wechseljahren).

Für diese Krebsarten haben Fachleute keinen unteren Grenzwert ermittelt, ab dem Alkohol ungefährlich wäre. Das heißt, auch geringe Mengen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für diese Krebserkrankungen.“

Auch das Darmkrebsrisiko könnte durch Wein, Bier und Schnaps beeinflusst werden. Das legen zumindest die Ergebnisse einer großen Übersichtsarbeit nahe: Menschen, die viel Alkohol trinken, erkranken öfter an Darmkrebs als Menschen, die wenig bis gar nicht trinken.  Bei Mengen von bis zu 12,5 Gramm Alkohol pro Tag (z. B. ein kleines Bier) zeigte sich kein erhöhtes Risiko für Darmkrebs.

BU: „Alkohol? Kenn dein Limit!“ Eine Aktion des Bundesamtes für gesundheitliche Aufklärung (Dr. Limit ist Arzt, Anwalt oder Barkeeper und beantwortet bei Youtube Fragen zum Alkoholkonsum)

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