Schuppenflechte: neue Details entschlüsselt

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Spezielle Zellen des Immunsystems – so genannte B-Lymphozyten – spielen im Krankheitsgeschehen der Schuppenflechte eine wichtige Rolle. Das haben Würzburger Wissenschaftler jetzt in einer neuen Studie gezeigt. Die Zellen eignen sich damit möglicherweise als Ansatz für eine neue Therapie.

„Eine krankhafte und sehr komplexe Immunreaktion der Haut“: So beschreiben Ärzte und Wissenschaftler eine Krankheit, von der zwischen ein und drei Prozent der Bevölkerung betroffen sind – die Schuppenflechte (Psoriasis). Zu ihren charakteristischen Merkmalen gehören eine beschleunigte Zellteilung in den oberen Hautschichten mit einer Vermehrung von Hautzellen und einer Entzündung der darunter liegenden Haut. In dem komplexen Geschehen spielen viele unterschiedliche Zellen eine Rolle: Hautzellen (Keratinozyten) und Zellen des Immunsystems, unter anderem T-Lymphozyten, Makrophagen, Mastzellen und andere mehr.

 

Einfluss auf einen entzündungshemmenden Botenstoff

Jetzt haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Würzburg ihren Blick auf eine Zellart geworfen, die bisher im Zusammenhang mit der Schuppenflechte nur wenig Beachtung gefunden hatte: die so genannten B-Lymphozyten. Sie konnten zeigen, dass diese Zellen über die Regulation des entzündungshemmenden Botenstoffs Interleukin-10 (IL-10) die Hautkrankheit beeinflussen können. Damit bieten sie sich möglicherweise als Angriffspunkt für eine neue Therapie gegen diese Krankheit an, die nach dem derzeitigen Stand der Forschung nicht heilbar ist. Weitere Untersuchungen könnten zukünftig zur Entwicklung von Medikamenten führen, die noch spezifischer die entzündlichen Prozesse bei der Psoriasis unterdrücken.

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